Der Dorfhirte hinter5 asterix004c

Oos Hirte Albert Göbel

Die Älteren Dorfbewohner kennen ihn noch, aber die Jahrgänge ab 1970 wissen nicht mehr wer Albert Göbel war.
Er kam 1913 als 14-jähriger Junge nach Sohlbach und starb 1971.
Albert Göbel erlernte den Beruf des Viehhirten.
Er bekam keinen Lohn, ihm wurden Rentenmarken geklebt, so das er 1964 offiziell in Rente gehen konnte.
Kosten und Logi erhielt er bei den 7 Sohlbacher Bauern umsonst.
Albert wohnte immer 1 Jahr bei einem Bauern, packte dann seine Kiste und richtete sich beim nächsten ein.
Mit dem Essen war es anders geregelt. Da ging er alle 2Tage reihum. Wenn er Pech hatte, gab es 6 Tage “ Surmoos“ oder “Schnibbelburne“:
Oos Hirte war schon eine eigene Persönlichkeit, kurios schon durch seine kleine Statur.
Seine Pfeife hatte er immer stets in der Kitteltasche. Sein Brennglas benutzte er zum Anzünden der Pfeife.
Dies war für die Jungen aus dem Dorf eine hochinteressante Sache und sie passten genau auf, wie das funktionierte.

Auch konnte er sehr nachtragend sein. Es ist schon vorgekommen das er von einer Bäuerin geärgert wurde, als dies dann am nächsten Tag die Wäsche in der Wiese zum bleichen ausgelegt hatte, ist er kurzerhand mit der Viehherde über die Wiese mit der Wäsche gestampft. Wie diese dann ausgesehen hat, kann sich jeder vorstellen.

Wenn Albert auf seinem Horn ziemlich schräge Töne blies, waren die Kühe in den Ställen nicht mehr zu halten. Sie rissen an den Ketten und wollten auf den Weidekamp. Albert war auch ein Gründungsmitglied des SV-Sohlbach 1952 e.V. Er wurde 1962 zum Ehrenmitglied ernannt.
1953 ließ der Wochenendbewohner Walter Heringlake, Albert Göbel von dem Siegener Künstler „Berhardt“ malen und zierte bis 1957 den Eingangsbereich seines Wochenendhauses.

Durch Umbau und Umzug war es dann wohl im Wege und er schenkte es 1957 dem Siegerland Museum (Oberes Schloß).
Durch das 50-jährige SV-Jubiläum kam man wieder auf die alte Siegerländer Hirtentradition.
Zwei Jahre wurden Versuche unternommen, das Bild wieder aufzufinden.

 
Zu erst schlugen alle Forschungen jedoch fehl und man hatte die Hoffnung schon aufgeben. Doch ein Sohlbacher Bürger hatte mit dem Bürgermeister der Stadt Siegen am Kommerstag des 26.07.2002 eine Überraschung im Gepäck.

In einem sehr lebhaften und lustigen Kommers konnte das Bild als Dauerleihgabe an die Sohlbacher Bürger zurückgeben werden.

Die Sohlbacher ernannten darauf hin, wie versprochen, Ulf Stötzel zum Ehrenbürger des

“Freistaates Sohlbach”.

 

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